77-GHz-Radar ist eine hochfrequente Sensorik im Millimeterwellenbereich (mmWave), die heute breit in Automotive-ADAS-Systemen und industriellen Erfassungsanwendungen eingesetzt wird. Im Vergleich zu älteren 24-GHz-Radarsystemen bietet 77 GHz eine höhere Auflösung, kleinere Antennen und eine bessere Gesamtleistung für moderne Sensorik.
Für PCB-Designer bedeutet dieser Wechsel deutlich mehr als nur eine höhere Frequenz. Er verändert direkt, wie die Leiterplatte ausgelegt werden muss – insbesondere bei:
- Materialverlusten
- Stackup-Struktur
- Routing-Verhalten
- Fertigungstoleranzen
Deshalb reicht eine PCB-Materialstrategie, die bei 24 GHz funktioniert, bei 77 GHz oft nicht mehr aus. Je stärker sich Radardesigns in den Millimeterwellenbereich bewegen, desto kritischer wird die Materialauswahl für die Gesamtleistung des Systems.
Dieser Beitrag erklärt, wie sich 24-GHz- und 77-GHz-Radardesigns unterscheiden und was diese Unterschiede konkret für die Auswahl von Radar-PCB-Materialien bedeuten.

Kurzfassung
Wer nur die wichtigsten Punkte braucht, findet hier die kompakten Kernaussagen:
- 24-GHz-Radar bietet in der Regel mehr Designspielraum und ermöglicht mehr Abwägungen zwischen Kosten und Performance.
- 77-GHz-Radar verlangt eine deutlich strengere Kontrolle bei Verlusten, der dielektrischen Stabilität, der Kupferrauheit, der Routing-Geometrie und des Stackups.
- Bei 77 GHz ist die Leiterplatte nicht mehr nur eine Trägerstruktur, sondern Teil des HF-Systems selbst.
- Eine gute Materialauswahl für Radar-PCBs basiert nicht nur auf Dk und Df, sondern auch auf:
- Kupferprofil
- Dickenkontrolle
- Phasenstabilität
- Umweltbeständigkeit
- Fertigbarkeit
24 GHz vs. 77 GHz Radar auf einen Blick
24-GHz-Radar
- Typischer Einsatz: ältere Radarsysteme, einfachere Kurzstreckenanwendungen
- Bandbreitenpotenzial: geringer
- Entfernungsauflösung: geringer
- Antennengröße: größer
- Empfindlichkeit gegenüber PCB-Verlusten: moderat
- Empfindlichkeit gegenüber Toleranzen: geringer
- Materialanforderungen: flexibler
- Stackup-Komplexität: meist geringer
77-GHz-Radar
- Typischer Einsatz: moderne ADAS-Systeme, Corner Radar, Long-Range Radar, Imaging Radar
- Bandbreitenpotenzial: deutlich höher
- Entfernungsauflösung: höher
- Antennengröße: kleiner
- Empfindlichkeit gegenüber PCB-Verlusten: hoch
- Empfindlichkeit gegenüber Toleranzen: deutlich höher
- Materialanforderungen: deutlich strenger
- Stackup-Komplexität: meist höher oder hybrid
Was 77-GHz-Radar für PCB-Designer bedeutet
Moderne 77-GHz-Radarsysteme bestehen in der Regel nicht nur aus einem einzelnen HF-Pfad auf einer Leiterplatte. Meist handelt es sich um ein kompaktes, mehrkanaliges und phasensensitives System.
Das ist relevant, weil heutige Radarmodule Funktionen unterstützen wie:
- adaptive Geschwindigkeitsregelung
- automatisches Notbremsen
- Totwinkelüberwachung
- Querverkehrswarnung
- Parkassistenz
- hochauflösendes Imaging Radar
Mit steigender Systemkomplexität muss die Leiterplatte mehr leisten als nur Signale zu führen. Sie muss auch Folgendes unterstützen:
- verlustarme HF-Übertragung
- stabiles Phasenverhalten
- reproduzierbare Antennenperformance
- enge Maßhaltigkeit
- konsistentes Verhalten über mehrere Kanäle
Bei 24 GHz kann ein Design elektrische und fertigungstechnische Abweichungen oft noch besser tolerieren. Bei 77 GHz wird dieser Spielraum deutlich kleiner.
Warum die Industrie von 24 GHz auf 77 GHz umgestiegen ist
Der Wechsel von 24 GHz auf 77 GHz hatte gute technische Gründe.
Höhere Auflösung
Eine größere verfügbare Bandbreite ermöglicht dem Radar, Objekte präziser voneinander zu unterscheiden. Das verbessert:
- die Distanzauflösung
- die Zieltrennung
Kleinere Antennen
Die kürzere Wellenlänge bei 77 GHz ermöglicht kleinere Antennen mit vergleichbarem Sichtfeld und vergleichbarem Gewinn.
Bessere Eignung für moderne ADAS-Systeme
Mit der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen wurde 77 GHz zur besseren Wahl für:
- Front-Radar mit großer Reichweite
- Corner Radar
- Imaging Radar
- Systeme mit höherer Winkelauflösung

Warum 24 GHz und 77 GHz nicht nach derselben Materiallogik ausgelegt werden
Hier bleiben viele Beiträge zu allgemein.
Oft wird angenommen, dass die Auswahl eines Radar-PCB-Materials lediglich darin besteht, ein „besseres“ Hochfrequenzlaminat zu wählen. In der Praxis gilt jedoch: 24 GHz und 77 GHz folgen häufig unterschiedlichen Auswahlkriterien.
Bei 24 GHz
Die Materialwahl ist oft ein Kompromiss zwischen:
- akzeptablen HF-Verlusten
- einfacher Fertigung
- Kostenkontrolle
- ausreichend stabilen elektrischen Eigenschaften
Für kürzere HF-Pfade oder weniger komplexe Designs kann eine pragmatische Low-Loss-Lösung ausreichen.
Bei 77 GHz
Hier verschiebt sich der Fokus stärker auf:
- geringere Einfügedämpfung
- engere Phasenkonsistenz
- stabileres dielektrisches Verhalten
- glattere Kupferoberflächen
- dünnere und besser kontrollierte HF-Strukturen
- höhere Reproduzierbarkeit in der Fertigung
Mit anderen Worten: 77 GHz ist nicht einfach nur „mehr Hochfrequenz“. Es ist eine andere Designumgebung.
Welche Materialeigenschaften wirklich zählen
Viele Entwickler schauen zuerst auf Dk und Df. Das ist richtig, aber nicht ausreichend.
Im Folgenden die wichtigsten Materialparameter.
1. Dielektrizitätskonstante (Dk)
Dk beeinflusst:
- Abmessungen von Leitungstrukturen
- Impedanz
- Antennengröße
- elektrische Länge
- Phasenverhalten
Bei 77 GHz kann die Stabilität von Dk fast genauso wichtig sein wie der eigentliche Nennwert. Eine gute Dk-Angabe im Datenblatt reicht nicht aus, wenn sich dieser Wert aufgrund von Temperatur oder Frequenz stark verändert.
2. Verlustfaktor (Df)
Df beschreibt die dielektrischen Verluste im Material.
Mit steigender Frequenz nehmen diese Verluste zunehmend an Bedeutung. Bei 77 GHz können bereits kleine Unterschiede spürbare Auswirkungen haben auf:
- Effizienz von Feed Lines
- Empfindlichkeit des Empfängers
- Signalintegrität
- Performance des Antennensystems
Df sollte jedoch nie isoliert betrachtet werden. Ein Material mit niedrigem Df, aber schlechter Reproduzierbarkeit in der Fertigung, kann dennoch die falsche Wahl sein.
3. Kupferrauheit
Die Kupferrauheit gehört zu den am häufigsten unterschätzten Faktoren im Radar-PCB-Design.
Bei 77 GHz spielt die Oberflächenbeschaffenheit des Leiters eine deutlich größere Rolle als viele erwarten. Rauere Kupferoberflächen erhöhen die Leiterverluste – insbesondere in dünnen HF-Strukturen.
Kupferrauheit beeinflusst unter anderem:
- Einfügedämpfung
- Phasenkonsistenz
- effektives Signalverhalten im mmWave-Bereich
Das ist einer der Gründe, warum zwei Leiterplatten mit ähnlichem Dielektrikum in der Praxis unterschiedlich performen können.
4. Dickenkontrolle
Die Gesamtdicke der Leiterplatte sowie die Dicke der Dielektrikumschichten beeinflussen das HF-Routing direkt.
Bei 77 GHz können bereits kleine Schwankungen der Dicke die Impedanz und die Phase deutlich stärker verschieben als bei niedrigeren Frequenzen.
Dickenkontrolle ist besonders wichtig für:
- Microstrip-Abmessungen
- Coplanar-Waveguide-Performance
- Antennen-Feed-Netzwerke
- reproduzierbare HF-Ergebnisse
5. Umweltstabilität
Radar-Leiterplatten arbeiten häufig unter anspruchsvollen Bedingungen, insbesondere in:
- Automotive-Anwendungen
- industriellen Umgebungen
- Verkehrsüberwachung
Daher sollte das PCB-Material oft standhalten gegenüber:
- starken Temperaturschwankungen
- Feuchtigkeit
- lange Betriebsdauer
- wiederholten thermischen Zyklen
Ein Material, das im Labor gut funktioniert, ist nicht automatisch die beste Wahl für den realen Feldeinsatz.
6. Fertigbarkeit
Genau an diesem Punkt sind viele Materialvergleiche zu kurz gedacht.
Ein Radar-PCB-Material wird nicht nur nach elektrischer Leistung ausgewählt. Es muss auch zur realen Serienfertigung passen, zum Beispiel bei:
- Laminierung
- Bohren
- Metallisierung
- Registriergenauigkeit
- Ausbeute in der Produktion
- Skalierbarkeit der Kosten
Das „beste Material auf dem Papier“ ist nicht immer das beste für die praktische Fertigung.
Warum Stackup und Routing genauso wichtig sind wie das Material
Die Materialauswahl kann nicht getrennt von der Routing-Struktur betrachtet werden.
Bei 77 GHz wird die Routing-Geometrie selbst zu einem Teil der Materialentscheidung.
Typische Routing-Strukturen
- Microstrip
- Stripline
- Grounded Coplanar Waveguide (GCPW)
Für viele 77-GHz-Radarsysteme ist GCPW besonders interessant, weil sich damit in kompakten HF-Layouts oft eine bessere Kontrolle erzielen lässt.
Was ein gutes Radar-Stackup berücksichtigen muss
Ein durchdachtes Radar-Stackup sollte Folgendes einbeziehen:
- Lage der Signallayer
- Kontinuität der Bezugsebenen
- Dicke des Dielektrikums
- Routing-Geometrie
- Antennenintegration
- HF-Isolation
- Trennung von Digital- und Power-Bereichen
Warum hybride Stackups so häufig sind
Nicht jede Lage einer Radar-Leiterplatte benötigt dasselbe Material.
In vielen Designs gilt:
- HF- oder Antennenlagen nutzen ein verlustarmes Hochfrequenzlaminat
- digitale, Steuer- oder Versorgungslagen verwenden FR-4 oder ein wirtschaftlicheres Material
Dieser hybride Ansatz schafft ein besseres Gleichgewicht zwischen:
- HF-Performance
- Fertigbarkeit
- Gesamtkosten der Leiterplatte
Oft ist es sinnvoller, als die komplette Leiterplatte auf einem teuren HF-Laminat aufzubauen.

Materialauswahl nach Anwendung
Statt nach dem „besten“ Radar-PCB-Material zu fragen, ist es sinnvoller zu fragen:
Was braucht die jeweilige Anwendung wirklich?
Kostensensitive 24-GHz-Radarmodule
Hier stehen häufig folgende Punkte im Vordergrund:
- beherrschbare Kosten
- gute Prozesskompatibilität
- ausreichende HF-Performance
- geringere Fertigungskomplexität
In solchen Fällen ist eine pragmatische Low-Loss-Lösung oft sinnvoller als das verlustärmste Material am Markt.
77-GHz-Corner-Radar
Corner-Radar stellt typischerweise höhere Anforderungen an:
- kleinere Strukturen
- engere Toleranzen
- bessere Phasenkonsistenz
- präziseres Routing
Die Materialwahl wird hier deutlich anspruchsvoller, insbesondere wenn:
- Antennen direkt auf der Leiterplatte integriert sind
- mehrere HF-Kanäle vorhanden sind
77-GHz-Long-Range-Radar
Long-Range-Radar benötigt in der Regel mehr Leistung bei:
- Link Budget
- Signalkonsistenz
- verlustarmer Übertragung
- hoher Reproduzierbarkeit
Das rechtfertigt oft ein hochwertigeres Materialkonzept und ein präziseres Stackup.
77-/79-GHz-Imaging-Radar
Das ist einer der anspruchsvollsten Anwendungsfälle.
Typisch sind hier:
- MIMO-Architekturen
- hohe Kanalanzahl
- strengere Anforderungen an die Winkelauflösung
- stärkere Abhängigkeit von Phasenabgleich und Kanalgleichheit
In solchen Designs sind sowohl das Materialverhalten als auch die saubere Stackup-Umsetzung entscheidend.
Industrie- und Verkehrsradar
77-GHz-Radar ist nicht auf das Automotive beschränkt. Es wird auch eingesetzt für:
- Verkehrsüberwachung
- Kreuzungserfassung
- industrielle Bewegungserkennung
- Erkennung mobiler Maschinen und Geräte
Diese Anwendungen bringen zusätzliche Anforderungen mit sich, vor allem bei:
- Umweltrobustheit
- Langzeitstabilität
Ein praxisnaher Ablauf zur Materialauswahl
Für die Auswahl von Radar-PCB-Materialien ist ein klarer Entscheidungsprozess meist hilfreicher als der direkte Blick auf Materialnamen.
Schritt 1: Anwendung definieren
Zunächst sollte das reale Systemziel klar sein:
- Automotive oder Industrial
- kurze, mittlere oder große Reichweite
- klassisches Radar oder Imaging Radar
- Board-Antenne oder externe Antenne
Schritt 2: Frequenzbereich und Bandbreite festlegen
Anschließend sollte geklärt werden, ob das Design bei:
- 24 GHz
- 76–77 GHz
- 77–81 GHz
arbeitet. Das bestimmt sowohl die Leistungsziele als auch den Schwierigkeitsgrad des PCB-Designs.
Schritt 3: Board-Architektur festlegen
Frühzeitig sollte entschieden werden, ob das System aufbaut auf:
- einer Ein-Board-Lösung
- einer separaten Antennenplatine
- einem hybriden Stackup
- einer Trennung von RF- und Digitalbereich
Schritt 4: Routing-Geometrie auswählen
Die geeignete Routing-Struktur ergibt sich aus Stackup und Frequenz, zum Beispiel:
- Microstrip
- Stripline
- Grounded Coplanar Waveguide
Schritt 5: Materialeigenschaften an die Systemanforderungen anpassen
Jetzt wird das Material anhand von:
- Dk
- Df
- Kupferrauheit
- Dickenkontrolle
- Umweltstabilität
- Prozesskompatibilität
Schritt 6: Fertigbarkeit vor der Freigabe prüfen
Bevor das Material final festgelegt wird, sollte der PCB-Hersteller bestätigen können, dass er Folgendes zuverlässig beherrscht:
- die geforderten Toleranzen
- die erforderliche Kupferstruktur
- das gewünschte Stackup
- die angestrebte Ausbeute
Dieser Schritt verhindert häufig teure Redesigns.
Häufige Fehler bei der Materialauswahl für 77-GHz-Radar-PCBs
Diese Fehler treten in realen Projekten immer wieder auf.
1. Nur auf Dk und Df schauen
Diese Werte sind wichtig, aber nicht ausreichend.
2. 24 GHz und 77 GHz gleich behandeln
Eine Strategie, die bei 24 GHz funktioniert, kann bei 77 GHz scheitern.
3. Kupferrauheit ignorieren
Im mmWave-Bereich kann das Kupferprofil die Verluste deutlich beeinflussen.
4. Material ohne Berücksichtigung der Routing-Struktur auswählen
Material und Leitungstopologie müssen als Gesamtsystem funktionieren.
5. Dicke und Toleranzempfindlichkeit unterschätzen
Kleine physische Abweichungen wirken sich bei 77 GHz stärker aus.
6. Nur auf Laborergebnisse achten
Im realen Automotive- oder Industrieeinsatz können Probleme sichtbar werden, die im Prototypenstadium noch nicht auffallen.
7. Nach Markenname statt nach Eignung entscheiden
Ein bekanntes Materialsystem ist nicht automatisch die beste Lösung für das konkrete Design.
Prioritäten bei der Materialauswahl: 24 GHz vs. 77 GHz
Bei 24 GHz
- Kostenflexibilität hat eine höhere Priorität
- geringe Verluste sind wichtig
- Dk-Stabilität ist wichtig
- Kontrolle der Kupferrauheit ist nützlich
- Stackup-Komplexität ist meist moderat
- Toleranzempfindlichkeit ist moderat
- hybride Stackups sind manchmal sinnvoll
- Fertigungswiederholbarkeit ist wichtig
Bei 77 GHz
- Kosten bleiben relevant, sind aber weniger dominant
- geringe Verluste werden kritisch
- Dk-Stabilität wird sehr wichtig
- Kontrolle der Kupferrauheit ist hochrelevant
- Stackup-Komplexität ist oft hoch
- Toleranzempfindlichkeit ist deutlich höher
- hybride Stackups sind oft sinnvoll
- Fertigungswiederholbarkeit ist essenziell
Häufig gestellte Fragen
In welchem Frequenzband arbeitet 77-GHz-Radar?
Im Automotive-Bereich meint 77-GHz-Radar in der Regel den Bereich 76–81 GHz.
Warum ist die Industrie von 24 GHz auf 77 GHz umgestiegen?
Weil 77 GHz Folgendes ermöglicht:
größere Bandbreite
höhere Auflösung
kleinere Antennen
bessere Eignung für moderne ADAS-Funktionen
Wird 77-GHz-Radar nur im Auto eingesetzt?
Nein. Es kommt auch in Verkehrs- und Industrieanwendungen zum Einsatz.
Kann FR-4 in einem 77-GHz-Radarmodul verwendet werden?
Ja, in bestimmten Bereichen des Systems – vor allem in hybriden Aufbauten – kann FR-4 sinnvoll sein. Für besonders HF-kritische Bereiche wie Antennen oder empfindliche Feed-Strukturen ist es jedoch oft nicht die optimale Wahl.
Ist das Material mit den geringsten Verlusten immer die beste Wahl?
Nicht unbedingt. Das beste Material muss auch zum Stackup, zur Fertigung, zur Zielausbeute und zum Kostenrahmen passen.
Fazit
Der Wechsel von 24 GHz auf 77 GHz verändert weit mehr als nur die Radarfrequenz. Er erhöht die Anforderungen an:
- PCB-Materialien
- Stackup-Design
- Routing-Kontrolle
- Fertigungskonsistenz
Bei 24 GHz haben Designer meist mehr Spielraum für praktische Kompromisse. Bei 77 GHz können schon kleine Unterschiede bei Verlusten, Kupferprofil, dielektrischer Stabilität und Board-Struktur die Gesamtperformance deutlich beeinflussen.
Deshalb sollte die Auswahl eines Radar-PCB-Materials niemals ausschließlich auf Datenblattwerten beruhen. Die richtige Entscheidung ergibt sich daraus, wie gut Material, Stackup und Routing-Strategie zur tatsächlichen Radararchitektur passen.
FastTurnPCB unterstützt anspruchsvolle RF- und High-Frequency-PCB-Projekte, bei denen elektrische Performance und Fertigbarkeit gemeinsam betrachtet werden müssen.



